Pferd als Lehrer

Wie mein Pferd mein Coach wurde

Wenn ich Skippy nicht hätte…….

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Seit ich Skippy nicht mehr reite, habe ich ständig die Diskussionen, warum ich das Pferd behalte. Eigentlich kostet er ja nur Geld. Da Skippy immer schwierig war, höre ich auch oft, dass ich viel mehr Freude gehabt hätte, wenn ich mir damals also vor über 23 Jahren, ein anderes Pferd gekauft hätte. So nach dem Motto, wenn ich ein braves Pferd gehabt hätte…..

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So einfach kann man das nicht beantworten. Skippy hat mich ausgesucht. Ich werde nie vergessen, als ich diesen kleinen gescheckten Kerl das erste Mal sah. Er hat mich mit seinem blauen Auge angeschaut, und es war um mich geschehen. Ein anderes Pferd wollte ich nicht.

Aber was wäre wirklich ohne Skippy passiert. Oder besser, was hat mir Skippy „gebracht“?

Das kann ich natürlich nicht wissen, aber ich weiß was durch Skippy alles passiert ist und was mir dieses Pferd alles an Gutem gebracht hat.

Nahezu mein gesamtes soziales Umfeld kommt durch Skippy. Durch das Reiten habe ich enorm viele Leute kennen gelernt und sehr gute Freunde gewonnen, die mich seit Jahren durch alle Höhen und Tiefen begleiten. Ihr werdet jetzt sagen, dass wäre mit jedem anderen Pferd genauso gewesen. Ich denke aber nicht. Dadurch dass ich oft Probleme mit ihm hatte, habe ich mich vielen Menschen sehr geöffnet. Diese Menschen haben mit mir gemeinsam überlegt, wie man Abhilfe schaffen kann. Sehr viel Wohlwollen habe ich dadurch erfahren.

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Ich habe Kurse gemacht. Ohne Skippy hätte ich mich zum Beispiel im Bereich Bodenarbeit nicht so stark weiter gebildet. Unzählige Trainingsstunden hätte ich nicht genommen. In sehr vielen reiterlichen Bereichen hätte ich mich gar nicht weiter entwickelt. Ich hätte kein tolles Reining Pferd gemietet, und das toll geritten. Den Cutting Kurs hätte ich auch nicht gemacht. Kein Distanzreiten.Viele Erlebnisse hätte ich nicht gehabt.

Meine Persönlichkeitsentwicklung wäre sicherlich auch stehen geblieben. Durch die Arbeit mit Skippy habe ich auch für meine eigene Stärke viel dazu gelernt. Aus dem, was ich mit Skippy lernen durfte, die Erfolge, die ich mit ihm hatte, haben mir viel Rückhalt für mein tägliches Leben gegeben.

In Krisenzeiten war er immer mein „Rückzugsgebiet“. Ein Ort, ein Pferd, das meine Insel war und ist. Er hat Potentiale in mir geweckt, die ich nie für möglich gehalten hatte.

Ich wäre nicht mal Gemeinderätin geworden. Weil ich den Menschen, der mich dazu gebracht hat, der ist auch ein Kontakt, den ich durch Skippy und seine Andersartigkeit habe.

Abschließend kann ich sagen – Skippy hat mir viel gebracht und wird mir noch viel bringen. Er ist jetzt 24 Jahre alt, da er total gesund ist, nehme ich mal an, dass ich ihn wahrscheinlich noch 10 Jahre haben werde. Ich werde mit ihm jede Herausforderung meistern. Ich freue mich schon auf viel gemeinsame Zeit!

Eure

Andrea Waldl

 

 

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