Pferd als Lehrer

Wie mein Pferd mein Coach wurde

Mit dem Pferd dem Stress entfliehen

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Ich bin selbständig berufstätig, Mutter eines Sohnes – ja und ich habe auch sonst noch so manche Interessen. Manchmal fühle ich mich mehr als gestresst. Da brauche ich dann dringend eine Auszeit. Damit beginnt aber der Stress schon wieder. Wie schaufle ich mir am besten Zeit frei?

An solchen Tagen ist es für mich eine Wohltat, wenn es sich endlich ausgeht zu Skippy zu fahren. Fast wie von selbst werde ich ruhiger wenn ich in sehe. Er liebt es, wenn ich etwas mit ihm mache, er ist schon aufgeregt, wenn ich nur das Halfter rauf tue und wartet dann geduldig, bis ich ihn aus der Box führe.

Endlich ist es dann soweit und wir gehen eine Runde durch den Wald. Der ganze Stress fällt von mir ab.  Mein Kopf, ich habe manchmal das Gefühl, ich denke die ganze Zeit, wird leer. Meine Konzentration ist nur mehr bei Skippy und dem Weg, den wir gehen. Für Skippy ist ein Spaziergang eine Trainingsaufgabe. Er wird ja nicht mehr geritten und daher ist es für ihn besonders wichtig, dass er aus seiner gewohnten Umgebung raus kommt. Beim Reiten ist es einfacher, verschiedene Reize für das Pferd zu schaffen, so dass es lernt ruhig zu bleiben. Mit Spaziergängen kann man das genau so gut machen, man selbst ist halt mehr zu Fuß unterwegs. Ich versuche mit ihm, immer wieder die Strecken zu variieren. Je nach dem, ob uns mein Hund begleitet, geht die Strecke durch den Wald, über Feldwege oder durch den Ort. Den Radius bestimme ich, da ist der Zeitfaktor natürlich ausschlaggebend.

Das gemeinsame Spazierengehen fördert unser gegenseitiges Vertrauen und den Respekt füreinander. Manchmal spüre ich richtig, wie Skippy und ich dabei noch stärker zusammenwachsen.

Für mich persönlich ist so ein Spaziergang Stressabbau pur. Kein Telefon läutet, keiner will etwas von mir, es zwitschern einfach nur die Vögel. Und Skippy ist ganz bei mir. Dabei habe ich manchmal das Gefühl, er saugt den Stress aus mir raus. Durch die Konzentration auf ihn, fällt alles andere von mir ab. In dieser Zeit haben weder Sorgen noch Ängste Platz, es gibt nur den gemeinsamen Weg.

Durch die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd wird der Mensch ruhiger. Der Focus verändert sich. Es geht nur mehr darum, den Weg zu bewältigen. Das Pferd mit seinen feinen Instinkten reflektiert sehr genau, wie der Mensch sich fühlt, und es hat die Gabe, negative Gefühle aufzunehmen. Wenn ich mich schwach fühle und mit Skippy spazieren gehe, fühle ich mich danach stärker. Wenn ich mental müde bin, fühle ich mich danach munterer und frischer.

Skippy ist meine persönliche Burn Out Prävention, die Arbeit mit ihm bringt mich zur Ruhe.

Versucht es selbst mal mit Euren Pferden

Ich freue mich, von Euren Spaziergangs-Erlebnissen zu hören

Eure Andrea Waldl

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