Pferd als Lehrer

Wie mein Pferd mein Coach wurde

40 Jahre im Sattel

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Heuer werde ich 50. Im Alter von 10 Jahren habe ich zu reiten begonnen. Das heißt, ich bin echt schon sehr lange den Pferden verfallen. Meine Eltern dachten anfänglich: naja in der Pubertät geht das schon vorüber. Aber nichts da! Flicka, eine damals 12 jährige Stute (gleich alt wie ich),  kam und ich hörte nicht auf zu reiten, ganz im Gegenteil. Dann kam das Studium. Weil das Pferd in Kärnten war und ich in Wien studierte, beschränkte sich das Reiten auf die Ferien. Flicka war auch schon alt und stand auf einer schönen Weide und wurde gut betreut. Flicka starb mit 33 Jahren.

Flicka und ich – wir beide waren 12

Es gab aber nie eine Zeit, in der ich „ohne Pferd“ war. Als sich herauskristallisierte, dass ich mein weiteres Leben im Osten Österreichs verbringen werde, kam mir der Zufall zu Hilfe. Ich hatte einen Arbeitskollegen, der einige Fohlen von Deutschland geholt hat. Und mein Skippy war dabei! Das war vor 24 Jahren. Ja und die Geschichte kennt ihr ja!

Das erste Mal ein so junges Pferd, das erzogen und eingeritten werden muss. Wir sind dabei gemeinsam durch einige Höhen und Tiefen gegangen. Ich könnte euch da Geschichten erzählen….

Mein Leben mit Skippy verlief enorm bewegt, dagegen war das Leben mit Flicka sehr ruhig. Skippy machte es immer wieder spannend. Einiges davon war ja hier schon zu lesen.

Selbst nach meinem schweren Unfall hörte die Lust zu reiten nicht auf. Gut auf Skippy getraue ich mich nicht mehr, aber es gibt genug andere Pferde, die zu reiten sind. Jetzt bin ich ja schon 50 und bekomme alle möglichen Wehwehchen wenn ich nicht reite. Vor allem bekomme ich Kreuzschmerzen. Für mich heißt es also regelmäßig rauf aufs Pferd. Und ich genieße es jedes Mal.

Es ist natürlich anders, wenn man sein eigenes Pferd nicht mehr reitet. Ich hatte früher schon ab und zu einfach keine Lust dazu und musste trotzdem, damit er nicht zu lange steht. Skippy war dann immer schwierig zu reiten. Jetzt ist es so, dass ich einfach nur dann reite, wenn ich Lust dazu habe und das ist enorm entspannend. Und es ist jedesmal schön.

Wie lange sitzt ihr schon im Sattel?

Ich freue mich auf Eure Kommentare

Eure Andrea Waldl

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