Pferd als Lehrer

Wie mein Pferd mein Coach wurde

Oktober 24, 2017
nach Andrea Waldl
Keine Kommentare

10 Sekunden für mehr Sicherheit

10 Sekunden für das Anlegen der Kopfsicherung bei einem verunfallten Pferd. Länger dauert es nicht. Wir haben in unserem Stall das Glück, dass unsere Feuerwehr einen Kurs in Pferderettung – Großtierrettung bei www.animalrescue.at gemacht haben. Auch wir Einsteller haben diesen Kurs besucht. Jetzt sind unsere Pferde und wir Reiter gut aufgehoben, wenn es zu einem Unfall kommt. Und zu Unfällen mit Pferden kommt es leider öfter als man denkt. Schon 1 Woche nachdem die Feuerwehr den Kurs gemacht hat, gab es wieder einen Unfall, von einem Nachbarn des Stalls hieß es: ein Pferd liegt im Graben. Das Pferd konnte sich Gott sei Dank selbst befreien. Die Reiterin hatte eine Gehirnerschütterung und Rippenprellungen.

Ein Kurs bei animalrescue.at kann viel dazu beitragen, den Umgang mit Pferden sicherer zu gestalten. Einen Tipp möchte ich Euch noch mitgeben: bitte keine Pins im Handy, wir konnten niemandem aus dem Umfeld der verunfallten Reiterin informieren, da sie einen Pin im Handy hatte und den nicht mehr wusste. Es gibt auch die Möglichkeit wichtige Nummern als ICE Nummern einzugeben – In Case of Emergency – gilt nicht nur für Reitunfälle.

 

Anmelden könnt Ihr Euch unter www.animalrescue.at
Eure
Andrea Waldl
Ein paar Empfehlungen, das sollte jeder Reiter mit sich führen

20170409_155153

Oktober 14, 2017
nach Andrea Waldl
Keine Kommentare

Pferdetraining versus Hundetraining

Seit Ostern habe ich wieder einen Hund. Meine süße Coco ist super niedlich und auch sehr klein, nicht größer als ein Chihuahua. Sie kann ganz süß und unschuldig dreinschauen. Das war´s dann aber auch schon. In Wirklichkeit ist Coco ein richtiges Alpha-Tier und schert sich relativ wenig darum, was ich will. Jetzt, mit 8 Monaten, sollte Sitz und Platz kein Problem sein. So ist es aber leider nicht. Auch sollte sie zu mir kommen, wenn ich sie rufe und sich anleinen lassen – auch das klappt nicht verlässlich.

Nach jahrelangem Parelli-Training mit Skippy habe ich gedacht, dass ich das mit Coco schon gut hinkriegen werden. Die Erkenntnis: Pferdetraining ist ganz anders als Hundetraining. Wenn ich mit dem Pferd trainiere, gehe ich hin und mache das ca. 1 Stunde, den Rest des Tages ist das Pferd eh beschäftigt, mit Koppel, oder fressen oder schlafen. Das heißt für mich konkret, ich brauche nur diese eine Stunde auf meine Körperhaltung und den gesamten Umgang mit dem Pferd achten, und auch nur in dieser Zeit meine eigene Konzentration aufrecht halten.

Beim Hund ist das anders. Mein lebt ist fast 24 Stunden am Tag neben mir und beobachtet mich, was ich tue und wie ich es tue. Das heißt, ich muss im Umgang mit Coco ständig darauf achten, was ich tue und wie ich das tue. Ich war zum Beispiel der Meinung, dass wenn sie nur lang genug an der Leine zieht, sie dann mal kurz nachlässt und ich sie lobe, dass das der richtige Trainingsschritt ist. Weit gefehlt. Beim Pferd hat das funktioniert, beim Hund nicht. Coco zieht noch immer an der Leine.

Ich habe viel ausprobiert und viel nachgedacht. Grundsätzlich sind das ja zwei ganz verschiedene Tierarten. Das Pferd ist ein Fluchttier und der Hund ist ein Jäger. Skippy ist eher ein unsicheres Tier, Coco strozt vor Selbstbewußtsein und ist komplett angstfrei.

Wie aber umgehen mit dem starken Charakter von Coco?

Ich muss das Alpha Tier sein. Das musste Skippy lernen und das muss auch Coco lernen. Und eines muss ich mir auch immer wieder vor Augen halten: bei Skippy hat das Training auch nicht nur ein paar Monate gedauert, und ich musste sehr konsequent sein. Jetzt mit Coco gilt dasselbe. Wir machen zwar täglich kleine Fortschritte, aber die sind teilweise winzig.

Nach einiger Arbeit und sehr viel Beschäftigung läuft es täglich besser. Wir werden ein Team.

Jetzt muss Coco nur noch daran gewöhnt werden, beim Reiten mitzugehen.

Viel Spaß mit Euren Hunden und Pferden

Eure Andrea Waldl

August 11, 2017
nach Andrea Waldl
Keine Kommentare

Ein schrecklicher Unfall

Erste Hilfe für Mensch und Pferd

Von so einem Szenario haben wir alle schon gehört, oder wir haben es sogar schon selbst erlebt. Ein Sturz beim Ausreiten – Pferd und Reiter sind verletzt. Bei diesem Kurs wird gelehrt, wie man sich im Notfall richtig verhält und richtig Hilfe leistet. Ich kann den Kurs nur weiter empfehlen.

Emergency First Responder Animal and Man (EFRAM)

2014 Breitenwaida

Quergasse 384, Kulturhaus Breitenwaida

19.8.2017 09:00-17:00 Uhr

120€

Kursleiter: Dr.med.vet. Christoph Peterbauer, Veterinäranästhesist

Vortragende: Christoph Peterbauer, Mario Artlieb (Rettungssanitäter)

Ein schrecklicher Unfall….der Reiter liegt schwer verletzt zwischen den Bäumen, das Pferd steckt in einem Wassergraben fest!!!

Wüssten Sie, was zu tun ist, um sowohl dem Reiter als auch dem Pferd zu helfen? Worauf müssen Sie achten, um weitere Schäden zu verhindern? Wer ist zu alarmieren? Was können Sie direkt vor Ort tun und was sollten Sie möglichst unterlassen?

Auf alle diese Fragen geht dieser 8-stündige Notfall-Kurs ein. Die Teilnehmer werden in Gruppen aufgeteilt und lernen anhand von nachgestellten Szenarien das korrekte Verhalten bei Unfällen mit Pferden, üben gegenseitig Notfallmaßnahmen am Menschen und erlernen die Grundlagen der technischen Pferderettung anhand unseres Dummys „Biscuit“.

Am Ende des Tages sollten Sie sicher mit solchen Unfällen umgehen und verletzten Menschen Erste Hilfe leisten können. Durch umsichtige Planung und schonende Durchführung der Pferderettung können Sie sowohl den Wert des Tieres erhalten und psychische Folgeschäden verhindern, als auch Zuschauer und Helfer vor Verletzungen schützen.

Da dieser Kurs zum Großteil im Freien stattfindet, bitten wir Sie, geeignete Kleidung sowie Arbeitshandschuhe und feste Schuhe mitzubringen. Infos unter: office@animalrescue.at.

 

 

Skippy im hohen Gras

Juli 3, 2017
nach Andrea Waldl
Keine Kommentare

FÜTTERN VERBOTEN

Jedes Jahr ist dieses Thema brandheiß! Das Wetter wird besser und die Pferde sind länger auf den Koppeln oder den Weiden. Zum größten Teil sind die Pferde unbeaufsichtigt.

Das schöne Wetter zieht auch Spaziergänger ins Grüne. Unsere Pferde sind eine schöne Kulisse für manche Spazierwege. Die meisten Koppeln sind mit Hinweisschildern versehen – BITTE NICHT FÜTTERN!!!
Leider passiert so etwas immer wieder. Spaziergänger, die es nur gut meinen, gehen an Koppeln mit Pferden vorbei und füttern sie. Auch in unserem Stall sind an den Koppeln Hinweisschilder angebracht. Wir hoffen alle, dass diese auch nützen, denn unsere Pferde sind oft 8 Stunden am Tag auf der Koppel und sind dabei nicht immer unter Beobachtung.
Fremde Pferde zu füttern, ist leider sehr oft eine große Gefahr für die Gesundheit der Pferde. Menschen, die sich nicht auskennen, glauben, dass sie damit den Pferden etwas Gutes tun. Das Gegenteil ist der Fall. Viele unserer Pferde leiden ebenso wie wir Menschen, an Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Vor allem die Fütterung von Fremden mit Brot, Äpfeln, Karotten oder ähnlichem stellt eine Gefahr dar. Am besten weiß der Besitzer bescheid, was das Pferd fressen darf und was nicht. Falsches Futter und leider auch falsch verstandene Tierliebe kann, wie bei dem Pony, sogar zum Tod eines Tieres führen.
Unsere Pferde verhungern nicht, wenn man sie auf der Koppel nicht füttert!
Wenn Sie – lieber Spaziergänger – ein Pferd auf einer Koppel sehen, das Ihnen zu dünn vorkommt, so informieren Sie bitte den meist nebenliegenden Stall, einen Tierarzt oder den Tierschutz. Denn gerade bei schlecht ernährten Pferden, ist unsachgemäße Fütterung noch gefährlicher.
Wir Pferdebesitzer freuen uns sehr darüber, dass Ihnen unsere Pferde gefallen und auch am Herzen liegen. Doch bitte – füttern sie diese nicht. Abgesehen vom möglichen gesundheitlichen Schaden für das Pferd, besteht natürlich auch die Gefahr, dass das Pferd beißt. Und bitte gehen Sie dabei mit gutem Beispiel Ihren Kindern voran. Wenn wir bei unseren Pferden sind, sind wir nur allzu gerne bereit, unsere Pferde auf Anfrage streicheln zu lassen. Ohne „Aufsicht“ kann das aber immer gefährlich sein – schaut das Pferd auch noch so brav sein.
Bitte helfen Sie mit, unsere Pferde vor Krankheit oder Schlimmerem zu bewahren und füttern Sie sie nicht!

Eure Andrea Waldl

dsc_0172

Mai 26, 2017
nach Andrea Waldl
Keine Kommentare

Pferde in Notlagen

Am 20. Mai hat der Reit- und Fahrverein Alte Mühle Dörfles einen Kurs zum Thema Rettung von Pferden abgehalten. Vortragender war Dr. Christoph Peterbauer von animalrescue.at. Das Thema war, wie kann man ein verunfalltes Pferd bergen, ohne dabei die eigene Gesundheit und die Gesundheit des Pferdes zu gefährden. Dr. Peterbauer brachte Biscuit mit, einen lebensgroßen, 200 kg schweren Pferdedummy. Biscuit ist bei allen Übungen sehr geduldig.

In zwei Stunden Theorie lernten wir, was man alles falsch machen kann und wie wichtig die richtige Vorbereitung der Rettung ist. Klingt einfach – ist aber eines der schwierigsten Dinge in solchen Situationen – RUHE  BEWAHREN!!!! Und HILFE holen. Allein schafft man das nicht. Der Tierarzt und die Feuerwehr sollten informiert werden. Und wenn die Helfer eingetroffen sind, muss man das Pferd von zusätzlichem Stress abschirmen. Nähere Infos dazu unter: animalrescue.at

Für die Bergung haben wir einige wichtigen Techniken gelernt, vor allem um unsere eigene Gesundheit nicht zu gefährden. Ein Pferd in Panik kann Menschen unabsichtlich sehr schwer verletzen. Wir haben gelernt, dass es eine relativ große Gefahrenzone für Rettende gibt, aber auch eine sehr sichere Zone. Von dieser Zone aus können mit der richtigen Technik alle Bergegurte angelegt werden. Beeindruckend war auch, dass man mit der richtigen Technik ein verunfalltes Pferd sogar liegend in einen Pferdeanhänger bekommt und auch wieder heraus. In vier Stunden haben wir an Biscuit die Techniken geübt.

Neugierig geworden? Hier nochmal der link: animalrescue.at. Ein toller Kurs, der für jeden Pferdehalter interessant ist. Die Teilnehmer bei unserem Kurs und ich können nur jedem Pferdebesitzer ans Herz legen, sich in diesem Bereich weiterzubilden.

Eure Andrea Waldl

 

 

20160924_182200-1

April 22, 2017
nach Andrea Waldl
2 Kommentare

Skippy ist glücklich

Skippy ist ein Pensionspferd geworden. Ich mache mit ihm Bodenarbeit, gehe mit ihm spazieren. Und ich habe ganz stark das Gefühl, dass er sehr glücklich ist. Er ist entspannt. Am meisten beeindruckt mich, dass er so leicht zu handeln ist. Als ich ihn noch geritten habe, war es immer so ein 50:50 Spiel, ob er brav ist oder er wieder seinen Spinner bekommt. Seit ich nur Bodenarbeit mache, hat sich das total verändert. Mein Pferd ist wieder mal zu meinem Lehrer geworden. Pferd als Lehrer – er hat mich gelehrt, er will nicht geritten werden.

Am Karfreitag war ich mit ihm grasen und dann kamen die Ratschenkinder. Der Wirbel war enorm. Skippy hat sich auch sehr aufgeregt. Aber es war mir möglich, ihn gut in die Box zu bringen. Er hat sich aufgeblasen, trotzdem hat er aber total auf mich gehört, auf mich geachtet. Auch dass er mir, wie früher oft, viel zu nahe kommt, ist nicht passiert. Sein Abstand zu mir war okay, er war aufgeregt, aber durchaus zu kontrollieren. Mein Pferd achtet jetzt auf mich.

Das sind für mich ganz neue Perspektiven. Solange ich geritten bin, habe ich diese Seite an ihm kaum gekannt. Vor allem war es so, wenn er mal auf 180 war, kam er nicht mehr runter. Diese Zeiten sind vorbei.

Weil er so gut mitarbeitet und für seine Verhältnisse so ruhig ist, war meine Entscheidung, ihn nicht mehr zu reiten, die richtige. Anfänglich habe ich mir Sorgen gemacht, aber jetzt sehe ich, dass er ein richtig entspanntes Pferd geworden ist.

Ich werde mit Skippy noch viele Jahre ganz viel Freude haben.

Und was ist mit reiten? Ich reite, ich reite ganz tolle Pferde und habe auch viel Spaß damit. Jetzt bevorzuge ich entspanntes Reiten, mit Pferden, die mir Sicherheit geben. Ja ich bin auch glücklich. Ich lerne mit Cisco und Chayenne sehr viel. Beide sind einzigartig in Ihrer Art. Vor allem habe ich ganz viel Freude mit den beiden.

IMG-20150502-WA0004

Ich habe gelernt, manchmal auch ein Pferd einfach Pferd sein zu lassen. An Skippy habe ich jahrelang herumgedoktert. Manche Dinge haben geholfen, manche nicht. Am meisten hat das Parelli Training geholfen. Vor allem jetzt gibt es viele Möglichkeiten für mich, mein Pferd nach dieser Trainingsmethode zu beschäftigen. Und ich habe auch viele Erfolgserlebnisse mit meinem Pferd. Das hat uns einander näher gebracht, auch ganz ohne Reiten.

Ich freue mich auf jede Minute mit Skippy

Eure Andrea Waldl
Günstige Kosmetik bei Notino.de

pferderettung-bild

März 11, 2017
nach Andrea Waldl
Keine Kommentare

Pferderettung

In unserem Ort gibt es fast so viele Pferde, wie Einwohner. Leider gab es gerade im Jahr 2016 immer wieder den Anlass, dass die Feuerwehr ausrücken musste, um Pferde zu bergen. Das hat unseren Verein im Vorhaben bestärkt, einen Kurs zum Thema Pferderettung anzubieten.

Am 20. Mai 2017 findet jetzt zu dem Thema bei uns in 2731 Dörfles zu dem Thema ein Kurs mit einem Spezialisten statt. Es kommt auch ein lebensgroßer Pferdedummy zum Einsatz, bei dem die Techniken geübt werden können.

Was bietet der Kurs:

Im Kurs wird Wissen über das Verhalten von Pferden in Notfall-Situationen, Risikomanagement und Einsatzstrategien bei Pferderettungen vermittelt und kann praktisch an einem Pferdedummy gefahrlos umgesetzt und trainiert werden. Sie erlangen damit die Fähigkeit, im Notfall schnell, sicher und effizient handeln zu können.

Die Ziele sind:

  • Das Bewusstsein für die Gefahren bei Pferderettungen durch Demonstrationen zu wecken.
  • Im Kurs anhand eines lebensgroßen Pferdedummies Gefahrenzonen aufzuzeigen und geeignete Techniken zur Pferderettung zu lehren. Dadurch wird im Ernstfall das Verletzungsrisiko der Helfer vermindert und die Sicherheit für alle Beteiligten erhöht
  • Den Umgang mit Pferden in Notfallsituationen zu zeigen.
  • Die Gesundheit eines Tieres nach einem Unfall durch umsichtige Planung und schonende Durchführung der Rettung zu erhalten.
  • Durch geeignete Ausrüstung und der Anwendung erprobter Rettungstechniken eine schonende, stress- und schmerzfreie Rettung für das Tier zu ermöglichen.

biscuit-pferd-pferderettung Pferdedummy Biscuit

Wenn Ihr nähere Infos wollt, bitte in die Kommentare schreiben, ich beantworte gerne alle Fragen.

Viel Gesundheit für Eure Pferde

Andrea Waldl

Februar 14, 2017
nach Andrea Waldl
Keine Kommentare

Aber jetzt!

So faul wie diesen Winter war ich noch nie, was das Thema Reiten anbelangt. Ja Jesse war jeden Mittwoch dran. Aber Skippy habe ich total vernachlässigt. Ich hatte null Motivation. Eiskalt, neblig, dunkel – das ist das was dieser Winter für mich verkörpert.

Vor lauter Eis konnten wir mit den Pferden nicht mal bis zum Viereck, geschweige denn ausreiten gehen. Und so beginnt auch der Teufelskreis. Trotz täglichem Koppelgang werden die Pferde unruhig und unausgelastet. Skippy wird jedenfalls so. Wenn dann die Bodenverhältnisse schlecht sind, kann man kaum mal einen Meter in Ruhe mit ihm gehen. Bei eisigen Verhältnissen ist das unmöglich.

Notino.de

Aber jetzt!!!

Seit zwei Tagen ist es endlich wärmer, die Sonne kommt raus und ich verspüre wirklich Lust, mit Skippy zu arbeiten. Noch dazu steht ein weiteres Pferd auf meiner Liste – Cisco. An sie muss ich mich schön langsam gewöhnen, denn ihre Besitzerin bekommt ein Baby und ich habe dann sozusagen ein neues Mitreitpferd. Chayenne von Conny habe ich ja schon, jetzt kümmere ich mich um alle Paints im Stall.

Und dafür brauche ich ganz viel Motivation. Ich freue mich schon, aber bei drei Pferden wird es auch notwendig, nicht nur bei Sonnenschein was zu tun.

Ich freue mich auf´s Frühjahr und ganz viel Motivation für die Gescheckten!

Eure Andrea WaldlIMG-20150502-WA000420160225_08100420160410_104209

Dezember 29, 2016
nach Andrea Waldl
Keine Kommentare

Rückschau

Das Jahr neigt sich dem Ende und alle halten Rückschau. Ich auch. Für mich geht ein reiterlich interessantes und sehr bewegtes Jahr zu Ende. Ich habe für mich wichtige und gute Entscheidungen getroffen. Entscheidungen, die mir selbst sehr getan haben und das noch tun.

Skippy: Letzte Woche habe ich Skippy´s Sattel zum Verkauf gegeben. Damit habe ich endgültig das Thema – ich reite Skippy wieder – abgeschlossen. Er ist jetzt ganz offiziell in Pension. Skippy gefällt die Entscheidung auch. Bei der Bodenarbeit ist er super brav und willig. Sein Headshaking hat fast ganz aufgehört. Ich habe den Eindruck, dass er noch nie so entspannt war wie jetzt. Mein Unfall mit ihm ist ganz tief in meinem Kopf, deswegen denke ich nicht, dass ich je wieder entspannt und selbstbewußt auf ihm sitzen kann. Beim Reiten werde ich ihm nie wieder die Sicherheit aufbringen, die er braucht. Diese Gründe haben mich in meinem Entschluss bestärkt.

20151126_073903

Chayenne: Ein Pferd wie ein Fels in der Brandung. Ich kann mich nicht erinnern, auf ihr jemals Angst gehabt zu haben. Sie hat mir Sicherheit gegeben, als ich nach meinem Unfall wieder mit dem Reiten begann. Ihr unerschütterlicher Charakter nimmt mir alle Angst und Unsicherheit. Jeder Ausritt mit ihr ist ein Genuss. Genauso stelle ich mir reiten vor.  Danke an Conny – die mir immer beisteht, wenn ich unsicher werde – mir mit unerschütterlicher Geduld Chayenne sattelt, mir immer gute Ratschläge gibt und gemeinsam mit mir Lösungen sucht. Du hast soviel für mich getan.

20150715_074731

Jesse: Sie zu finden, war mein größtes Geschenk im Jahr 2016. Mit Jesse ist alles so einfach, so unkompliziert. Sie ist das einzige Pferd, das ich reite, das ich selbst satteln kann. Jesse hat mir gezeigt, dass ich noch Western reiten kann. Stopps und Spins – für sie alles kein Problem und für mich der größte Spass. Gemeinsam mit Gerald Freitag hatte ich mit ihr die Möglichkeit, altes Wissen auszugraben. Sie gibt mir Sicherheit und nimmt mir jede Angst. Endlich konnte ich einfach reiten, ohne zu überlegen, ob das Pferd heute unruhig ist, oder ob der Wind geht, es kalt ist oder sonnig. Danke dafür an Dani und Kathi!

Jesse Stop

Johnny: Er war für mich eine ziemliche Herausforderung. Doch siehe da, ich habe es geschafft. Ich habe Angst überwunden, neue Techniken und bin ziemlich gut mit ihm zurecht gekommen. Mit ihm habe ich entdeckt, dass ich gar nicht so schlecht reite. Danke dafür an Ursula.

Ich wünsche Euch allen ein Gutes Jahr 2017, vor allem Gesundheit für Euch und Eure Pferde.

Eure

Andrea Waldl

November 11, 2016
nach Andrea Waldl
Keine Kommentare

Die kalte Zeit

Bei uns regnet es jetzt fast jeden Tag. Wenn es nicht regnet ist es neblig und kalt. Durch die Zeitumstellung wird es um 17.00 Uhr finster.

Das sind alles Faktoren, die mir den Antrieb nehmen, mit meinem Pferd etwas zu tun.

Mein Pferd steht in einem Stall ohne Halle. Das heißt wir sind sehr abhängig vom Wetter. Ja ich kenne sie auch, diese Menschen, denen das egal ist. Aber mir ist es nicht egal. Nach einer regnerischen Woche, kann man bei uns nicht mal mehr das Viereck benutzen. Und bitte ja sicher, kenne ich diese Reiter auch, denen das egal ist und die einfach ausreiten gehen. Ich bin aber nicht so. Da mein Skippy ja kein Reitpferd mehr ist, ist das spontane Ausreiten nicht möglich. Spazieren gehen ist mühsam, da alle Wege gatschig und rutschig sind. Der Platz ist unter Wasser – also auch kein longieren möglich. Die nächste Hürde, die Pferde kommen erst so gegen 16 Uhr in den Stall, das heißt es wird gleich finster.

Ja meine Lieben – und ich weiß auch, dass das alles Ausreden sind. Aber für mich ist es ehrlich gesagt, enorm schwer, mich dann noch zu motivieren, mit dem Pferd etwas zu tun. Momentan belasse ich es dabei, Skippy den Gatsch regelmäßig runter zu striegeln um Platz für neuen Gatsch zu schaffen.

Wirklich bedauere ich aber gerade in dieser Zeit Reiter, deren Pferde im Offenstall stehen. Gatsch soweit das Auge sieht. Alles ist nass und dreckig.

Meine aufrichtige Bewunderung gilt jenen Reiter – und ich kenne manche davon sogar persönlich – die dem allen trotzen und täglich ihr Pferd bewegen. Es stimmt schon, es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur die falsche Kleidung – trotzdem!!

Jetzt aber genug gejammert. Das Wetter ist so wie es ist, es wird dann dunkel, wenn es halt wird. Rein in die warmen Sachen, ab zum Pferd und es wird beschäftigt. Aber wie:

Klickertraining für Pferde:

Eine Variante, um die Pferde auch in der Box zu beschäftigen. Denn auch der Kopf spielt eine große Rolle.

Parelli Training:

Das ist auch eine Möglichkeit, das Pferd zu beschäftigen. Dabei kann man Dehnungsübungen einbauen, die auch den Körper mit trainieren:

Ich nehme mir als Ausweichplatz den Parkplatz vor dem Stall. Der ist bei uns Gott sei Dank asphaltiert. Also traben ist nicht möglich, aber ein paar Einheiten im Schritt sind kein Problem. Vorausgesetzt ich bin warm und regendicht angezogen:

Zugegeben für die Motivation raus zu gehen habe ich noch keine Lösung gefunden. Aber wir Pferdebesitzer haben da keine andere Möglichkeit als es einfach zu TUN!!!!!!
Viel Freude mit Euren Hottis