Pferd als Lehrer

Wie mein Pferd mein Coach wurde

November 11, 2016
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Die kalte Zeit

Bei uns regnet es jetzt fast jeden Tag. Wenn es nicht regnet ist es neblig und kalt. Durch die Zeitumstellung wird es um 17.00 Uhr finster.

Das sind alles Faktoren, die mir den Antrieb nehmen, mit meinem Pferd etwas zu tun.

Mein Pferd steht in einem Stall ohne Halle. Das heißt wir sind sehr abhängig vom Wetter. Ja ich kenne sie auch, diese Menschen, denen das egal ist. Aber mir ist es nicht egal. Nach einer regnerischen Woche, kann man bei uns nicht mal mehr das Viereck benutzen. Und bitte ja sicher, kenne ich diese Reiter auch, denen das egal ist und die einfach ausreiten gehen. Ich bin aber nicht so. Da mein Skippy ja kein Reitpferd mehr ist, ist das spontane Ausreiten nicht möglich. Spazieren gehen ist mühsam, da alle Wege gatschig und rutschig sind. Der Platz ist unter Wasser – also auch kein longieren möglich. Die nächste Hürde, die Pferde kommen erst so gegen 16 Uhr in den Stall, das heißt es wird gleich finster.

Ja meine Lieben – und ich weiß auch, dass das alles Ausreden sind. Aber für mich ist es ehrlich gesagt, enorm schwer, mich dann noch zu motivieren, mit dem Pferd etwas zu tun. Momentan belasse ich es dabei, Skippy den Gatsch regelmäßig runter zu striegeln um Platz für neuen Gatsch zu schaffen.

Wirklich bedauere ich aber gerade in dieser Zeit Reiter, deren Pferde im Offenstall stehen. Gatsch soweit das Auge sieht. Alles ist nass und dreckig.

Meine aufrichtige Bewunderung gilt jenen Reiter – und ich kenne manche davon sogar persönlich – die dem allen trotzen und täglich ihr Pferd bewegen. Es stimmt schon, es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur die falsche Kleidung – trotzdem!!

Jetzt aber genug gejammert. Das Wetter ist so wie es ist, es wird dann dunkel, wenn es halt wird. Rein in die warmen Sachen, ab zum Pferd und es wird beschäftigt. Aber wie:

Klickertraining für Pferde:

Eine Variante, um die Pferde auch in der Box zu beschäftigen. Denn auch der Kopf spielt eine große Rolle.

Parelli Training:

Das ist auch eine Möglichkeit, das Pferd zu beschäftigen. Dabei kann man Dehnungsübungen einbauen, die auch den Körper mit trainieren:

Ich nehme mir als Ausweichplatz den Parkplatz vor dem Stall. Der ist bei uns Gott sei Dank asphaltiert. Also traben ist nicht möglich, aber ein paar Einheiten im Schritt sind kein Problem. Vorausgesetzt ich bin warm und regendicht angezogen:

Zugegeben für die Motivation raus zu gehen habe ich noch keine Lösung gefunden. Aber wir Pferdebesitzer haben da keine andere Möglichkeit als es einfach zu TUN!!!!!!
Viel Freude mit Euren Hottis

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Oktober 28, 2016
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Pferdekollision

Gerade habe ich wieder gelesen, dass es einen Autounfall mit einem Pferd gab. Eine Autofahrerin hat ein Pferd auf der Straße übersehen und ist mit dem Pferd kollidiert. Pferd und Reiterin wurden unbestimmten Grades verletzt.

Immer wieder kommt es im Straßenverkehr zu Unfällen mit Pferden. Viele Autofahrer unterschätzen den Abstand, den sie zu einem Pferd auf der Straße halten sollen. Oft fahren sie auch viel zu schnell vorbei.

Was aber können wir Reiter für mehr Sicherheit tun?

– Wichtig vor allem wenn es früh dunkel wird oder neblig ist – die Pferde und uns Reiter ausreichend    kennzeichnen – Warnwesten, Reflektoren, Reflektordecken
– Handzeichen geben, die Autofahrer aufmerksam machen, dass sie langsamer fahren sollen.
– Wenn am Straßenrand Platz ist, so gut wie möglich ausweichen

Tipps für Autofahrer:

– behandelt uns mit den Pferden bitte als wären Kinder am Straßenrand (Pferde können auch manchmal unberechenbar sein).
– Haltet genügend Abstand, so fühlt sich das Pferd nicht bedrängt. Oft reicht ein kleiner Schritt des Pferdes zur Seite, dass es zu einer Kollision kommt.
– Geschwindigkeit verringern. Wir sind alle keine Notärzte im Einsatz, die so schnell wie möglich an ihr Ziel kommen müssen. Daher bitte – langsam und mit ausreichend Abstand vorbeifahren.
– AUF KEINEN FALL HUPEN!!!!!
Liebe Autofahrer, nehmt Euch bitte die Zeit und fahrt langsam und mit genügend Abstand an unseren Pferden vorbei. Das erhöht nicht nur unsere Sicherheit, sondern auch Eure eigene. Nehmt Rücksicht! – DANKE

Eure Andrea Waldl

Oktober 17, 2016
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Sei freundlich zum Pferd

Unlängst habe ich bei einem Trail-Training zugesehen. Eine Bekannte von mir hat eine 3-jährige Quarterstute, die den Trail noch nicht wirklich kennt. Die Stute war total brav. Mir ist aufgefallen, dass sie unheimlich freundlich zum Pferd war. Während der Arbeit hat sie ihre Stute immer gelobt, gelächelt, weil es Spaß gemacht hat, zu sehen, wie die Stute sich bemüht.

Alle Pferdebesitzer, die ich kenne sind freundlich zu ihren Pferden. Doch gilt das auch immer beim Reiten? Beim Reiten vergessen wir oft auf die Freundlichkeit, die wir dem Pferd im Stall gönnen. Im Stall ist es ganz normal, zu kuscheln, zu streicheln und die eine oder andere Karotte zu füttern. Beim Reiten sind wir oft zu konzentriert, belohnen viel zu wenig. Belohnung ist Freundlichkeit, dem Pferd zu zeigen, wie froh man darüber ist, dass es mitarbeitet und sich bemüht alles richtig zu machen.

Einige Pferdeflüsterer haben dies zu ihrer Devise gemacht – sei freundlich zum Pferd!

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Das Pferd meiner Bekannten bekommt auch unter dem Sattel eine große Portion Freundlichkeit. Und die Stute dankt es ihr!

Seid freundlich, lobt das Pferd auch für Kleinigkeiten und ihr gewinnt einen Freund

Eure Andrea Waldl

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September 23, 2016
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Der Unfall Teil 2

Zu meinem letzten Post habe ich viele Reaktionen bekommen. Die meisten fragten danach, warum Skippy buckelt und ob ich mich auch darum gekümmert habe, die gesundheitliche Ursache zu erforschen.

Ich habe Skippy 1995 als Absetzer gekauft. Ich weiß noch, wie alle sagten, dass er ein richtiger Professor ist und es faustdick hinter den Ohren hat. Das war auch richtig. Er hatte hunderte dumme Ideen, fädelte mit dem Huf im Gitter der Box ein, versuchte über die Stallmauer zu steigen usw. Gott sei Dank hat er alles unbeschadet überstanden.

Er wuchs in einer Herde gleichaltriger Hengste auf. Optimale Voraussetzungen für einen jungen Hengst. Leider wurde er extrem dominant, vor allem seinen Kumpeln gegenüber. Weil ich dann auf Hochzeitsreise fuhr, mußte ich ihn noch bevor er 2 Jahre alt wurde kastrieren, damit nichts passieren konnte.

Dann stand er mit zwei Hengstfohlen auf der Koppel, die hatten echt viel Spaß. Beim Einreiten war er brav und willig, er hat zwar probiert zu steigen, aber das wurde ihm letztendlich abgewöhnt. Danach ein Jahr Pause, in dieser Pause sprang ihm leider das hintere Knie raus und wir bekamen die Diagnose – zu lange Bänder in den Knien – er bekam einen Spezialbeschlag, stoppen und spinnen war allerdings vorbei noch bevor es angefangen hat.

Skippy wurde als Freizeitpferd ausgebildet, ging zwar auch ab und zu auf Shows bis er fünf wurde, aber nur zwei oder dreimal im Jahr.

Mein Tierarzt riet mir, noch gezielteren Muskelaufbau für die Hinterhand zu machen, damit wir das Bänderproblem in den Griff bekommen. Wir fingen mit Distanzreiten an. Das war genau das Richtige für Skippy, er war nicht schnell aber ausdauernd. Vom Körperbau her war er nie der vollkommene Quartertyp, sondern eher schlaksig. Das Training paßte ihm optimal, sein Kopf wurde klarer und er konnte sich bewegen.

Als er sechs wurde, zogen wir um, nach Dörfles – dort steht er heute noch. Distanzreiten ging auch hier super, da war er entspannt und ausgepowert, genau was er brauchte. Und im Nachhinein hatte er bisher noch nie in seinem Leben gebuckelt.
Skippy´s Entwicklung

Mein Pferd war immer schon eher unruhig und nervös. Er braucht klare Ansagen, bekommt er diese ist alles gut. Aber bekommt er die nicht, dann versucht er Hals über Kopf und ohne Nachdenken hektisch der Situation zu entfliehen. Skippy braucht Bewegung und ganz viel Beschäftigung. Das war für mich nicht immer ganz einfach, aber wir kamen zurecht.

Dann wurde ich schwanger, ritt noch bis zum 6. Monat, dann meinte der Arzt, ich sollte damit aufhören. Damit Skippy nicht langweilig herumsteht, habe ich mich bemüht, Mitreiter zu finden. Das war nicht leicht. Doch ich fand welche.

Das Buckeln begann. Kurz nach der Geburt meines Sohnes hatte ich einen Lungeninfarkt. So war ich fast ein weiteres Jahr außer Gefecht und konnte mich kaum um Skippy kümmern. Skippy wurde immer schwieriger – nicht nur beim Reiten, sondern auch im Umgang. Die Mitreiter gaben auf. Als ich dann wieder halbwegs fitt war, um mit ihm zu arbeiten, kam er mir wie eine tickende Zeitbombe vor. Er war ständig kurz vorm explodieren. Ich bekam Angst, machte dadurch immer weniger mit ihm. Auch die Trainer, die ich holte, konnten mir die Sicherheit mit ihm nicht zurückgeben. Skippy buckelte und führte sich auf, meine Angst hat das alles noch mehr aufgeschaukelt.

Gesundheitscheck

Als erstes begann ich, alle möglichen Untersuchungen bei Skippy machen zu lassen. Omnipathie, Homöopathie, Chiropraktik, Röntgen, Bioresonanz, Cranio, Sattel – ich versuchte alles (zumindest alles was greifbar war). Von den verschiedenen beruhigenden Futterzusatzstoffen und Kräutern sprech ich gar nicht mehr. Nichts hat genützt, Skippy beruhigte sich nicht. Es fand auch keiner wirklich ein größeres Problem. Es wurde immer schlimmer.

Horsemanship Kurs

Jede Minute mit Skippy war für mich ein Glücksspiel. Entweder er rastet aus oder nicht. Das war schon immer bei ihm so – 30 mal hintereinander ging er wie ein Lamm, das 31. mal rastete er völlig aus. Da war es ganz egal, ob die Sonne schien, der Wind ging, es kalt oder warm war, ich ritt oder ihn nur longierte, es war wie im Lotto.

 

Hier eine Anleitung: http://go.AndreaWaldl.76699.digistore24.com/

Die Rettung zumindest für den täglichen Umgang war ein Horsemanship-Kurs. Wir lernten gemeinsam, uns wieder anzunähern. Ich lernte, wie ich ihn beschäftigen kann und besser auf Signale, die er mir sendet hören kann. Skippy war mir unendlich dankbar, dass ich wieder Führungsarbeit leistete. Er liebte es, von mir klare Aussagen zu bekommen und diese zu befolgen. Vom Boden aus war es, nach monatelanger Arbeit mit der Technik, endlich viel viel besser. Ich konnte immer und zu jeder Zeit gut mit ihm umgehen.

Das Buckeln beim Reiten war dann doch nicht so leicht in den Griff zu bekommen. Die Horsemanship Trainerin fand keine Lösung. Ich holte mir wieder einen anderen Trainer – Christoph Allgäuer. Der verstand Skippy dann endlich! Wir haben wieder viel am einander verstehen gearbeitet. Und – ich stieg einfach ab, wenn Skippy zu buckeln begann. Er machte das so, er buckelte einmal und blieb stehen, dann konnte man absteigen. Stieg man nicht ab, buckelte er so lange, bis man unfreiwillig unten war. So servierte er auch die besten Reiter ab. Wenn ich abstieg habe ich ihn enorm intensiv vom Boden aus gearbeitet, nach ca. 20 Minuten konnte ich dann wieder aufsteigen und ohne buckeln reiten. Anders ging es nicht, jede andere Form – eindrehen, Gas geben, drüberreiten etc. – haben wir ausprobiert und alles hat nur mit Stürzen geendet.

Wir haben gemeinsam einen gangbaren Weg gefunden.

Der Unfall wurde dadurch verursacht, dass ich nicht abgestiegen bin. Ich weiss noch heute ganz genau was ich gedacht habe – ach nein, heute geht es auch so. Es ging nicht.

Skippy heute

Wie ja bereits bekannt, wurde ich schwerst verletzt. Seitdem bin ich auf Skippy nicht mehr aufgestiegen. Ich habe nicht das Gefühl, dass ihm das was ausmacht. 5 Monate nach meinem Unfall begann ich wieder mit Bodenarbeit. Das macht er gerne und da haben wir auch seine Emotionen fest im Griff. Ich weiß, dass er sich bewegen muß und auch viel zum Denken angeregt werden muß. Unser Umgang miteinander ist so total angenehm. Ich habe einfach Angst davor, ihn wieder zu reiten. Es gibt Zeiten, da sehne ich mich auf seinen Rücken, dann kommen mir wieder die Bilder meines Sturzes in den Sinn und ich fürchte mich davor.

Ich habe das Gefühl, er ist total glücklich so wie es jetzt ist.

Mein ganz spezieller Skippy ist mit 22 Jahren pumperlgesund und schon in Pension – Frühpensionist halt. Aber ihn scheint das nicht zu stören, solange wir gemeinsam etwas tun. Und das tun wir. Er hat den Abschied vom Reitpferd-Dasein am 11.12.2014 genommen.

Manchmal habe ich den Eindruck, er wollte gar kein Reitpferd sein. Er ist heute viel ruhiger und aufmerksamer mir gegenüber als er es noch vor einiger Zeit war.

Wir gehen unseren gemeinsamen Weg weiter!

Eure Andrea Waldl

 

September 2, 2016
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Denksport für Pferde

Meinen Skippy reite ich nicht mehr. Das ergibt eine andere große Herausforderung für mich. Er ist ein Pferd das ständig beschäftigt werden muss, deswegen bin ich immer froh über Anregungen zum Thema Denksport oder Muskeltraining vom Boden aus. Hier habe ich ein paar Tipps für Skippy und mich gefunden. Mach es einfach nach, die Übungen machen uns beiden sehr viel Spaß

 

Eure

Andrea Waldl

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August 12, 2016
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Der Unfall

 

Der 11.12.2014 hat mein Leben verändert. In der Früh fuhr ich wie immer zum Reiten. Es war kalt – zuerst mal die Pferde füttern. Diese halbe Stunde in der Früh genieße ich immer sehr, wenn die Pferde sich zu regen beginnen und ungeduldig aufs Heu warten. Skippy konnte ein paar Tage nicht geritten werden, weil er so stark gehustet hat. Aber an diesem Tag war es endlich wieder soweit. Wir putzten ihn zu zweit, weil er so dreckig war. Er war auch beim Satteln diesmal sehr brav. Dann nichts wie raus auf den Reitplatz. Beim Circeln war er ruhig und gelassen, sehr viel konnte ich nicht machen, weil der Platz gefroren war, trotzdem ging es ganz gut.

Das alte Lied – Skippy begann sofort nach dem Aufsteigen zu buckeln, wie immer gab er mir die Gelegenheit, abzusteigen. Mein Fehler war, dass ich diesmal nicht abstieg – ich weiß noch wie ich dachte – nein heute nicht. Dann stieg ich doch ab, unfreiwillig. Skippy machte einen Satz und ich lag unten. Zuerst dachte ich noch, ich habe mir nur den Arm gebrochen, doch es war viel schlimmer.

Mein linker Arm riß zu 2/3 ab. Arterie gerissen, alle Bänder gerissen, Muskel gerissen, Nervenstrang stark überdehnt. Fast 7 Stunden Notoperation. 3 Monate Schiene – ein Jahr Physiotherapie. Ich kann den Arm nie wieder ganz ausstrecken und habe wenig Gefühl in zwei Fingern, ich spüre den Ellbogen jeden Tag.
Ich hatte Glück im Unglück, ich konnte den Arm behalten, obwohl der operierende Arzt anfänglich eher skeptisch war.

Drei Monate lang konnte ich nicht Auto fahren und kümmerte mich nur sehr wenig um Skippy. Meine Freundinnen haben ihn ab und zu geputzt, aber nicht mehr. Jeder hatte Angst vor ihm, es traute sich keiner, mit ihm zu arbeiten. In dieser Zeit, in der ich zur kompletten Untätigkeit verurteilt war, war ich besessen davon, jemanden zu finden, der für mich Skippy wieder „reitbar“ machte. Dieses Vorhaben scheiterte. Vor allem an meiner Angst.

Fünf Monate nach dem Unfall saß ich wieder im Sattel. Nein – nicht in Skippy´s Sattel. Die liebe, gute Chayenne gab mir den Mut und die Sicherheit, wieder zu reiten.

Für Skippy hatte ich noch immer keine Lösung. Mit ihm machte ich einfach nur Bodenarbeit, selbst da mußte ich meinen ganzen Mut zusammen nehmen. Mir kam vor, nicht nur ich hatte den Schock vom Unfall davongetragen, sondern auch er. Wir mußten uns erst langsam wieder aneinander gewöhnen und ich mußte meine Angst vor ihm abbauen. Geritten habe ich Skippy bis heute nicht mehr. Der Sturz läuft wie ein Film manchmal in meinem Kopf ab, ich habe einfach Angst davor.

Ich ritt ab und zu auf Chayenne, nahm auch manchmal Stunden. Und dann, mehr als 1 Jahr nach meinem Unfall, fand ich auf Facebook eine Anzeige für eine Mitreitgelegenheit ganz in meiner Nähe. Super Pferd – super Trainer – noch bessere Besitzer. Kurz – ich fand Jesse – ein Pferd wie ein Fels in der Brandung. Da Jesse ein richtiger Profi ist, kann ich endlich wieder richtig Western reiten und das was ich nicht kann, zeigt mir Jesse.

Plötzlich merke ich – ich kann ja reiten. Die letzten Jahre mit Skippy waren ja davon geprägt, ihn zu reiten, ohne dass er buckelt, die Technik ist dabei etwas eingeschlafen.

Jetzt ist es so, dass ich mit Jesse und Gerald Freitag wieder einiges auffrischen kann. Okay Weltmeister werde ich nicht mehr, aber es macht unheimlich viel Spaß, und ich werde immer sicherer.

Jesse Stop

Aber was ist mit Skippy:

Er wird nicht geritten. Wir machen regelmäßig Bodenarbeit. Sein Headshaking hat komplett aufgehört, seit ich ihn nicht mehr reite. Skippy ist jetzt 22 Jahre alt und ist praktisch in Pension. Manchmal träume ich davon, ihn wieder zu reiten. Doch ich stresse mich damit nicht mehr und ihn auch nicht.

Immer wieder höre ich von anderen, dass ich ihn weggeben soll, damit ich ihn nicht noch die nächsten 10 Jahre durchfüttern muß. Als Reitpferd kann ich ihn nicht hergeben, das Buckeln hat sich dafür zu stark bei ihm manifestiert. Als Beistellpferd will ich ihn nicht hergeben, er muß, um gesund zu bleiben, regelmäßig bewegt werden. So ist er in meiner Nähe, in seiner vertrauten Umgebung und er fühlt sich – so hoffe ich – absolut wohl in seiner Box und auf der Wiese mit seinen Pferdefreunden. Wenn wir gemeinsam arbeiten ist er ruhig und entspannt und macht alles mit.

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Ich kann ihn nicht weggeben, weil er zu mir gehört. Er ist mein Lebenspferd. 90% der Freunde, die ich heute habe, habe ich durch ihn. Und ich habe die besten Freunde der Welt.
Durch ihn habe ich gelernt, nie aufzugeben, an Dingen dran zu bleiben, privat wie beruflich.
Er hat mich ja nicht absichtlich so schwer verletzt, vielleicht hat er einfach nur gedacht, dass ich mal kapieren soll, dass ich reiterlich woanders hin soll. Das habe ich jetzt kapiert.

Durch den Unfall habe ich so viel Gutes erlebt.
– Mein Umfeld hat mir gezeigt, dass ich nicht allein bin.
– Ich konnte mich endlich von falschen Familienbanden lösen
– Ich bin geistig gewachsen und habe viel gelernt
– Ich habe viel Liebe und Anerkennung erfahren.
– Jesse wäre nicht in mein Leben getretetn
– Ich wäre nie bei Gerald Freitag geritten
– Ich habe (wieder durch´s reiten) so viele neue liebe Menschen kennengelernt.

Ohne ihn wäre ich heute nicht da wo ich bin. Dafür bin ich ihm dankbar – er hat mir geholfen, auf diesen Weg zu kommen.

Er hat mich gelehrt – niemals aufzugeben
Eure Andrea

Juli 1, 2016
nach Andrea Waldl
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Angst vorm Reiten

Zwischen 2005 und 2006 hatte ich immer wieder Angst davor, mein Pferd zu reiten. Skippy wurde dadurch, dass er so wenig geritten wurde, nicht einfacher, er begann zu buckeln, was meine Angst nur noch verstärkte. Jeder Ritt war eine große Überwindung für mich. Ich erzählte offen und ehrlich über meine Angst, doch größtenteils erntete ich nur blöde Kommentare.

Dass die Angst oft nur in unserem Kopf (dem Kopf des Reiters) sitzt durfte ich Anfang 2007 erkennen. Eine abenteuerliche Reise zeigte mir, dass das Problem nicht beim Pferd liegt. Hier die Geschichte hinter der Erkenntnis:
10 Jahre nach unserer Hochzeitsreise nach Marokko und Mauretanien, hatten wir die Gelegenheit, beide Länder wieder zu besuchen. Geplant war, dass ich meinen damaligen Mann im Senegal in Dakar traf und wir gemeinsam mit dem Auto zurück nach Österreich fahren – sozusagen zum 10. Hochzeitstag.

Am 19. Jänner war es dann endlich für mich soweit, dass ich nach Dakar fliegen konnte.

Endlich geht am 19. Jänner mein Flug, schon in Europa kommt es zu Problemen, der Orkan beschert mir eine große Verspätung. Mitten in der Nacht komme ich endlich in Dakar an. Für eine Nacht (so war es geplant) habe ich mich im besten Hotel der Stadt einquartiert. Der Transfer dorthin beschert mir einen „kurzen“ Blick auf Dakar bei Nacht. Was ich sehe macht mich allerdings ein bisschen untentspannt. Auch der Aufenthalt im „besten Hotel der Stadt“ gestaltet sich mühsam. Endlich um 2 Uhr Früh habe ich mein Zimmer und Michi erreicht mich. Seine Nachricht: wir bleiben noch länger in Gambia, komm einfach mit dem nächsten Flieger und wir treffen uns dann morgen in Banjul, oder ich warte ein paar Tage im Hotel. Das Warten im Hotel war unmöglich, da zum gleichen Zeitpunkt die Rally Paris-Dakar in Dakar ankam, gab es weder in meinem Hotel noch in einem anderen Hotel ein freies Zimmer, ich habe ungefähr 17 Hotels angerufen. Also bleibt nur die Möglichkeit, nach Gambia zu fliegen.

Gesagt getan. Mit dem „Wissen“, dass eh zwei bis drei Flieger täglich von Dakar nach Gambia gehen, fahre ich zum Flughafen und kaufe ein Ticket. Ich bekomme ein Ticket für den Flug um 12.00 Uhr mittags, die Dame am Schalter meint aber, dass ich erst um Mitternacht fliege.

Die nächste Hürde ist das einchecken. Ich habe keinVisum für Gambia. Ein kurzer Anruf beim österr. Botschafter im Senegal, der sagt, ich soll es versuchen, wenn ich nicht ins Land reinkomme, schicken die mich mit dem nächsten Flieger eh zurück. Ich komme zu Passkontrolle, im Paß ist natürlich kein Visum für Gambia, deswegen werde ich auch nicht durchgelassen, mein Bitten und Flehen nutzt mir nichts. Immer wieder werde ich von drei freundlichen Herren darauf hingewiesen, dass Deutsche kein Visum brauchen, Österreicher aber sehr wohl. Was soll ich machen, kurz überlege ich, ob ich in Tränen ausbrechen soll, und sagen soll, mein Mann hat mir befohlen zu kommen und jetzt fürchte ich mich, dass es nicht geht (doch auch auf brave Frau tun nutzt nichts). Erst als ich die nicht sehr rühmliche österreichisch/deutsche Vergangenheit anspreche, darf ich durch.
Der Flughafen ist vollgestopft mit Leuten, mein Flug geht natürlich nicht um 12.00 Uhr mittags. Von einer Deutschen, die für die Entwicklungshilfe arbeitet, erfahre ich, dass heute wahrscheinlich kein Flieger mehr in den Süden geht, da im Süden Senegals ein Oppositionsführer begraben wird und die Regierung nicht will, dass Leute am Begräbnis teilnehmen. Und tatsächlich kommen einige wenige internationale Flüge an, es geht aber kein Flieger weg, der Flughafen wird immer voller. Es kommt zu einigen Zwischenfällen, 200 Passagiere können seit 36 Stunden nicht nach Paris fliegen, die rennen schreiend und raufend durch den Flughafen, bis alle endlich gegen 14.00 Uhr in einen Flieger am Rollfeld gesetzt werden. Fliegen dürfen sie aber erst um 19.00 Uhr. Endlich um 18.30 Uhr wird mein Flug aufgerufen – boarding now. Aber wohin boarding? Es steht kein Flieger draußen. Ich frage eh schon stündlich nach, wann ich denn fliege – not yet – ist die vielsagende Antwort. Meine Nerven sind bis zum Zerreisen gespannt. Michi erreiche ich nicht mehr, telefoniere daher ständig mit der Agentur, für die Michi unterwegs ist, keiner kann mir helfen. Ich sitze am Flughafen fest. Gegen 20 Uhr frage ich noch mal nach, wann ich denn heute fliege. Die Auskunft: Heute nicht mehr, ich soll rausgehen aus dem Flughafen und morgen um 9.00 Uhr wieder kommen. Das Problem dabei, es gibt kein Zimmer in Dakar, habe wieder einige Hotels angerufen, der Botschafter rät mir, ich solle in die Innenstadt fahren und alle Hotels abklappern, das getraue ich mich aber als Frau alleine doch nicht. Plötzlich sehe ich, wie zwei Männer und eine Frau mit einer Stewardess diskutieren, ich stelle mich dazu und merke, es geht um meinen Flug. Da stell ich mich dazu. Ich bemerke kurz, dass es mir auch so geht. Die Info der Stewardess ist, wir sollen zum Flughafenmanager gehen, dort bekommen wir 30 Euro und dann sollen wir morgen wieder kommen. Keiner von uns ist damit einverstanden. Wo soll ich auch hin? Hotel konnte ich keines finden. So warten wir zunächst einmal eine Stunde auf den Flughafenmanager, dieser ist erst nach über einer Stunde Diskussion halbweg kooperativ. Michi weiß inzwischen, dass der Flug gecancelt ist, einer meiner Mitreisenden hat seine Frau am Flughafen in Banjul angerufen, die hat dort Bescheid gesagt, dass die dort im Infoscreen zeigen, dass der Flug gecancelt ist. Michi erreiche ich nicht. Ich bin schon etwas unentspannt, gehe aber von den (wie sich herausgestellt hat) Gambiern nicht mehr weg. Meine Überzeugung ist, dass ich alleine nicht weiterkomme. Wieder eine Stunde später hat uns der Flughafenmanager eine Unterkunft bei seiner Cousine um 15 Euro besorgt, und er stellt uns sogar ein Shuttle zur Verfügung. So wie es vor dem Flughafen zugeht, getraue ich mich nicht allein raus, ich bleibe also den Gambiern ganz knapp auf den Fersen. Und wieder einmal geht die Fahrt nach Dakar hin. Diesmal nicht in die beste Gegend sondern in ein Slumgebiet, in dem hauptsächlich Baracken stehen. Der Shuttle – Fahrer verirrt sich noch dazu. Kurz denke ich, wenn ich jetzt verschwinde, weiß niemand wo ich bin und es findet mich auch niemand mehr.Endlich findet der Fahrer das Haus, es sieht ganz ordentlich aus. Jeder von uns bekommt ein eigenes Zimmer mit Bad und Klo. Plötzlich werden meine Gambier unruhig, alle wollen in ein Internetbüro, um ihre mails abzurufen, und siehe da, mitten in der Slumsiedlung gibt es echt ein Internetbüro, eigentlich finde ich, keine schlechte Idee, so kann ich mich daheim melden und mitteilen, wo ich bin. Allein wäre ich sowieso nicht im Haus geblieben. Nach dem Internetbüro versuche ich zu schlafen, bekomme aber kein Auge zu, versende noch reihenweise SMS, damit alle wissen, wo ich bin. Meine Nerven sind so angespannt, dass ich die halbe Nacht über der Kloschüssel verbringe, will es aber niemandem sagen, damit die mich nicht da lassen.

Als die Nacht endlich vorüber ist, steht tatsächlich um 7.00 Uhr das Flughafen – Shuttle vor der Tür und bringt uns zum Flughafen. Jetzt getraue ich mich auch erstmals, meinen gambischen Freunden mitzuteilen, dass ich kein Visum habe. Sie meinen, das ist kein Problem, wir schaffen das schon. Tatsächlich dürfen wir dann um 9.00 Uhr in den Flieger einsteigen. Der ist so überbucht, dass viele im Flieger stehen müssen. Ich schaue nur noch nach unten, lass mich von keinem mehr anreden, ich will nur noch nach Gambia. Eine dreiviertel Stunde später landen wir in Banjul, eine Hürde habe ich noch vor mir, die Passkontrolle. Einer meiner gambischen Begleiter ist vom Tourismusministerium, der schiebt mich praktisch durch die Passkontrolle. Alles gut gegangen, sogar mein Gepäck ist mit angekommen. Und das Schönste – Michi steht am Flughafen und holt mich ab.

Mauretanien und Marokko hab ich dann trotzdem nicht gesehen. Michi wurde an der Grenze der Pass gestohlen, nach einer Woche sehr entspanntem Urlaub in Gambia bin ich dann allein wieder zurückgeflogen. Der Flug von Senegal nach Gambia hat mich an meine Grenzen gebracht, aber ich habe diese Grenzen überwunden und es geschafft.

Daheim angekommen fragte ich mal in mich hinein, ich habe diese Horrorstunden im Senegal ganz allein überstanden, okay nicht ganz angstfrei – aber ich habe alles richtig gemacht. Ich war stark und überlegt. Und hier – daheim – getraue ich mich nicht, mein eigenes Pferd zu reiten?

Ich fühlte mich so stark, dass ich Skippy einfach sattelte und ritt. Ja ich ritt, er buckelte nicht, ging brav, war willig und total entspannt. Meine Angst war weg – noch wichtiger – dadurch gab ich ihm Sicherheit. Die Sicherheit, die er brauchte.

Unsere Angst spielt sich im Kopf ab – okay reiten kann schon auch gefährlich sein, das weiß ich selbst am Besten – aber viel tragen wir durch unkonkrete Angst dazu bei, dass auch unser Pferd unsicher wird. Trotzdem dürfen wir die Angst nicht einfach ignorieren, viel besser ist es, sich ihr zu stellen und sie zu akzeptieren. Gehen wir kleine Schritte, die ein gutes Gefühl hinterlassen. Nicht jeder kann nach Gambia fliegen.

Ich wünsche Euch viel Einsicht und schöne, angstfreie Stunden mit den Pferden

 

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Juni 12, 2016
nach Andrea Waldl
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Herpesfälle in Niederösterreich

In Stallungen im Bezirk Wiener Neustadt gibt es bestätigte Herpesfälle. Ein Pferd ist leider gestorben. Unsere Pferde sind alle gesund. Der Virus hält sich auch ohne Wirt bis zu 10 Tagen zum Beispiel auf Kleidung oder Schuhen, oder auch Kübeln und Putzzeug.

Ich habe hier eine Kurzinformation für alle Interessierten zusammengefasst. Die Informationen stammen aus Aussendungen der Vetmed. Wien und Tierärzten aus der Umgebung.

Um Eure Pferde zu schützen, bitten wir Euch um folgende Vorsichtsmaßnahmen:

Wenn Ihr auch in mehreren Ställen Pferde habt, oder Euch in anderen Ställen aufhaltet – Bitte auf jeden Fall die gesamte Kleidung wechseln – inklusive Schuhe! Keine Kübel oder Sackerln aus anderen Stallungen in unseren Stall mitnehmen. Nach jedem Pferdekontakt sind sofort die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Bitte beachtet auch, dass Hunde das Virus ebenso zum Beispiel auf Leine, Beißkorb, Pfoten (wie bei uns auf der Kleidung) übertragen können.
Folgende Symptome treten als erstes auf:

Die Erkrankung beginnt mit leicht angelaufenen Beinen hinten, bis hinauf zum Sprunggelenk. Sie bewegen sich etwas steifer als sonst, aber nicht besonders auffällig, so als hätten sie Gelenkschmerzen. Später wanken sie und wirken ataktisch, sie haben Gleichgewichtsprobleme. Bitte dann auf jeden Fall Fieber messen, liegt dies über 38,2°, sofort den Tierarzt verständigen.

Wenn jeder Pferdebesitzer und Stallbesucher diese Maßnahmen beherzigt, sollte es rasch möglich sein, das Virus einzudämmen.

Genaue Informationen gibt es auch auf propferd.at

Viel Gesundheit für Euch und Eure Pferde

Mai 30, 2016
nach Andrea Waldl
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Trainingsplan

Nein der Trainingsplan ist nicht für Skippy – sondern für mich.

Alle Reiter kämpfen mit dem Vorurteil, dass Reiten kein Sport ist. Wir sitzen ja nur oben und das Pferd bewegt sich. Sobald aber jemand versucht, reiten zu lernen, spürt er jeden Muskel, selbst wenn derjenige gut trainiert ist. Jeder Reiter weiß nur zu gut, wie anstrengend „richtig“ reiten ist.

Seit ich Jesse reite, weiß genau, wo meine körperlichen Grenzen sind. Einerseits ist Jesse ein echter Profi, da muß ich alles „rausreiten“, einfach draufsitzen und hoffen, dass gymnastiziert wird, ist da viel zu wenig. Dazu kommt, dass ich oft mit dem Trainer Gerald Freitag reitet. Der fordert mich auch ordentlich. Nach dem Training habe ich oft tagelang Muskelkater.

Nach meinem Reitunfall im Dezember 2014, reite ich nur ein- oder zweimal die Woche. Um wirklich fit zu sein, reicht das nicht. Dazu kommt, daß mich mein Unfall grundsätzlich körperlich zurück geworfen hat. Über Monate konnte ich nur wenig Sport betreiben.

Ganz ehrlich – der Fitnessfanatiker war ich noch nie, aber so schlecht, wie ich jetzt drauf bin, war es schon lange nicht mehr. Ich bin jetzt 47 Jahre alt und muss daher die Gelegenheit ergreifen, meinen Körper wieder auf Vordermann zu bringen. Mit den Jahren wird das nicht einfacher.

Beim Reiten wird die Rumpfmuskulatur und die Oberschenkelmuskulatur am meisten beansprucht und damit auch gestärkt. Die gehört jetzt trainiert, ist ja eh kein Fehler, so wird alles etwas straffer.

Doch nicht nur Muskelkraft ist wichtig, sonder auch Lockerheit. Richtig Dehnen gehört da dazu. Ich mache dafür Yoga, das dehnt einerseits und stärkt andererseits auch die Muskeln. Das Wichtigste ist aber wie bei allem – die Überwindung des „inneren Schweinehundes“. Dieses Jahr arbeite ich nicht an meiner Bikinifigur, sondern an der Stärkung meines Körpers. Denn das, was ich hier beschrieben habe ist nicht nur für´s Reiten wichtig, sondern allgemein gut für den Körper.

Wir Reiter machen sehr oft für unsere Pferde einen Trainingsplan, den wir wirklich penibel einhalten. Jetzt mache ich einen für mich!

Ich mache es auch deswegen, damit ich Jesse noch mehr genießen kann – und eine Reitstunde bei Gerald auch endlich mal zu Ende reiten will und nicht nach 40 Minuten wegen Atemnot aufhören muss.

Um eine mehrfachen Champion wie Jesse zu reiten, muss man fit sein – und daran arbeite ich.

Hier noch ein paar Trainingstipps: